AUGSBURGER RAUCHZEICHEN

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Augsburger Rauchzeichen Herbst 2018

Augsburger Rauchzeichen 18. Oktober 2018, 19:30 Uhr im Brechthaus  


Verena Stauffer

Geboren 1978 in Oberösterreich. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in zahlreichen Zeitschriften (u.a. manuskripte, Podium, Spectrum/Die Presse, fixpoetry, Lichtungen) und Anthologien (u.a. All dies hier, Majestät ist deins: Lyrik im Anthropozän, Berlin, kookbooks, 2016) sowie im Rundfunk. 


Beispielgedicht:

Wanken. Schwanken im Selbst. Korunde. Taumeln im Angriff. Rückzug in sich.
Ein funkelndes Selbst, ein Photonen-Ich.
Die zerrüttete Geschichte wirft sich auf die Knie. Die Zeit, dieses Gerüppel, ein Stein.
Abgeholt von Schappa-Schappa, im heilen Arrangement der Heuristik.
Die Jahre, die große Gemeinsamkeit, Nachbarn teilen sie, schlafend in der Inflation.
Buchhalterisches Separieren der Hinsichten, das Zugleich nicht erkennen,
Verbindungen fressen wie gespaltene Äpfelchen.
Plötzliche Eingebung des Himmels, da ist nur dies eine Vollkommen im Inneren der Sterne,
im Selbst, es ist heiß und wärmt der anderen viele.
Ein ganzer Kometenschweif, ein Fliegen unbekannter Riesenmoleküle.
Das Wissen der Sterne, in Därmen.
Das Meer, ein dunkler Fliederbusch, ein Frühling, das Eis.
Was ist ein Niedergang? Ein Bücken.
Einer redet sich davon, quatscht im Mus der Aprikosen,
verteilt sich im Auflauf des Gesprochenen, versteht und ist nie verstanden.
Die erste Ousia, dann eine Schneeflocke, eine letzte Frucht

 

Eigenständige Publikationen:

Lyrik: (zitronen der Macht), hochroth, Wien, September 2014 
Prosa: Orchis, Kremayr & Scheriau, Wien, März 2018

Preise und Auszeichnungen: Rotahorn Literaturpreis, 2014. Projektstipendium des Bundeskanzleramtes 2015/2016, 2018/2019. Manuskripte Förderungspreis der Stadt Graz, 2017

 

Andreas Unterweger

Geb. 1978 in Graz, lebt in Leibnitz. Schriftsteller, Musiker, Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte (mit Alfred Kolleritsch). Studium Germanistik/Französisch in Graz und Nantes. Mit seiner Lyrik nahm Andreas Unterweger an zahlreichen Poesiefestivals teil, darunter: Scotlands International Poetry Festival StAnza, (St Andrews) 2010, International literary festival L´viv (Lemberg, Ukraine) 2009, Internationales Poesie-Festival in Granada (Nicaragua) 2009 und „Poetry and wine – poezija in vino“ in Medana (Slowenien) 2008. 

 

Beispielgedicht:

Zitronenblätter, Apfelblütenfalter.
Verwehungen von Nahefliegendem
 
wie etwa fliegen auf etwas/jemanden
einen Abflug machenfliehen
 
in der Luft. Zwischen uns beiden
 
Schneepollen, Birkensturm: April, April
tut, was er kann … Und wir? Im Treiben.
 
Was mir denn vorschwebe, fragst du.
Ich weiß nicht. Alles schwebt vor mir.

 

Würdigungen, u. a.: manuskripte-Preis des Landes Steiermark 2016, Shortlist des Rauriser Literaturpreises 2010 mit „Wie im Siebenten“, Autorenprämie des österreichischen Kunstministeriums für besonders gelungene belletristische Debüts 2009, Literatur-Preis der Akademie Graz 2009.

Übersetzungen seiner Gedichte ins Französische, Englische, Spanische, Slowenische und Polnische. Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen, u. a. der Gedichtbände „Simulakren“ von Guillaume Métayer (Edition Yara 2016) und „Unendlichkeitsblues“ von Ryan Adams (erscheint bei Edition Yara im Herbst 2018).  

Veröffentlichungen zahlreicher Gedichte in Literaturzeitschriften (u. a. manuskripte, poet, wortwerk, Place de la Sorbonne …) und Anthologien.

Bucherscheinungen im Literaturverlag Droschl: Wie im Siebenten (2009), Du bist mein Meer (2011),  Das kostbarste aller Geschenke (2013),  Das gelbe Buch (2015). Im Herbst 2018 folgt  Grungy Nuts (Erzählungen).

www.andreasunterweger.at

 

Michael Hammerschmid

Geb. 1972 in Salzburg, lebt als Dichter in Wien. Er kuratiert die beiden Internationalen Lyrikfestivals Poliversaleund Dichterlohfürs Literarische Quartier der Alten Schmiede und unterrichtet am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. 


Beispielgedicht:

heute

heute bis du schon

mit mama weg

und ich sitz da

wie ein depp

und die stille ist

sehr schön

und will dich doch

schon wiedersehen.

Gedicht aus"Schlaraffenbauch. Gedichte" Mit Bildern von Rotraut Susanne Berner.
Edition Büchergilde 2018 (= Tolle Hefte Nr. 49)

Preise: Reinhard-Priessnitz-Preis 2009, Heimrad-Bäcker-Förderpreis 2015. 

Zuletzt erschienen: die drachen die lachenkindergedichte. Wien: Edition krill 2013. NesterGedichte. (Klever 2014). SchlaraffenbauchGedichte. Mit Bildern von Rotraut Susanne Berner. Frankfurt am Main, Wien, Zürich: Edition Büchergilde (Tolles Heft Nr. 49).

 

 

 

 


Augsburger Rauchzeichen 20.08.2018, 17.33

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